Ausgangslage
Medienschutz ist angesichts der intensiven Nutzung digitaler Medien durch Jugendliche von besonderer Bedeutung. Den Schulen kommt hier eine zentrale Aufgabe zu, die im Sinne einer besonderen Bildungs- und Erziehungsaufgabe als „Informations- und kommunikationstechnische Grundbildung, Medienbildung und Medienerziehung“ der Schülerinnen und Schüler im Hessischen Schulgesetz festgeschrieben ist.
Der sichere Umgang mit digitalen Medien durch Kinder und Jugendliche ist ein wesentlicher Teil der Medienkompetenzförderung. Eine konstruktiv-kritische Medienbildung – idealerweise in enger Kooperation mit den Eltern – ist von der Schule zu gewährleisten.
Ziel des Qualifizierungsangebots
Angesichts der Komplexität digitaler Medien sind die Aufgaben von Lehrkräften im Kontext des Medienschutzes so zahlreich, dass es einer Qualifizierung bedarf, um den Anforderungen des Themenfeldes gerecht werden zu können. Dabei ist es im ersten Schritt hilfreich, wenn im Kollegium einer Schule eine Person über die notwendige Fachkenntnis verfügt und als Beraterin bzw. Berater und/oder Multiplikatorin bzw. Multiplikator fungieren kann. Entsprechend qualifizierte Personen können z.B. Präventionsangebote an der Schule koordinieren, andere Lehrerinnen und Lehrer für ihre Medienbildungsaufgaben im Unterricht sensibilisieren, an regionalen Netzwerken zum Medienschutz teilnehmen und fachliche Kenntnisse bei der Weiterentwicklung des Medienbildungskonzeptes der Schule sowie bei der Beratung der Schulleitung einbringen.
Das vorliegende Angebot qualifiziert Lehrkräfte weiterführender Schulen für die Aufgabe als Jugendmedienschutzberaterin bzw. Jugendmedienschutzberater der eigenen Schule. Die Reihe ist kompetenzorientiert aufgebaut und zielt auf Arbeitsprodukte, die in der neuen Rolle direkt für die schulischer Arbeit genutzt werden können.
Die Qualifizierungsmaßnahme umfasst als verpflichtendes Programm drei Präsenzveranstaltungen, fünf themenbezogene Online-Veranstaltungen sowie zwei weitere Wahlveranstaltungen (online).
Informationen zu den Präsenzveranstaltungen
- Auftaktveranstaltung im Rahmen des Landesfachtages Medienbildung und Digitalisierung 2025* mit dem Fokus „Befähigung statt Beeinflussung – Social Media und Demokratiebildung“
- Samstag, 15.11.2025, 10.00 – 16.00 Uhr, Goethe Universität Frankfurt (11.00 - 13.00 Uhr Reihen-Auftakt)
- Änderung! Rollen- und Auftragsklärung
- Donnerstag, 19.03.2026, 14.00 - 17.00 Uhr, online!
- Abschlussveranstaltung mit Barcamp
- Dienstag, 26.05.2026, 14.00 -17.00 Uhr, Gießen, Hessische Lehrkräfteakademie, Lahnstraße 61, 35398 Gießen
- Montag, 01.06.2026, 14.00 - 17.00 Uhr, Frankfurt, Kulturbunker im Osthafen, Schmickstraße 18, 60314 Frankfurt am Main
- Anmelden für eine der beiden Veranstaltungen unter https://cloud.bildung.hessen.de/apps/polls/s/GgNMkD7W
Informationen zu den Online-Veranstaltungen
- Medialer Alltag von Jugendlichen
- Donnerstag, 20.11.2025, 14.00 – 16.00 Uhr
- Rollenbilder im Netz und Schutz vor sexualisierter Gewalt
- Donnerstag, 04.12.2025, 14.00 – 16.00 Uhr
- Elternarbeit in weiterführenden Schulen
- Donnerstag, 29.01.2026, 14.00 – 17.00 Uhr
- Extremismus und digitale Medien
- Donnerstag, 12.02.2026, 14-16 Uhr
- Änderung! Rollen- und Auftragsklärung
- Donnerstag, 19.03.2026, 14.00 - 17.00 Uhr, online!
- Cybermobbing – Prävention und Intervention
- Donnerstag, 16./23.04.2026, 14.00 – 17.00 Uhr
Wahl-Pflicht-Angebot
Mindestens zwei weitere Online-Veranstaltungen zum Kinder- und Jugendmedienschutz sind interessegeleitet auszuwählen, z. B. zu Medialer Abhängigkeit, Smartphone-Schutzzonen, KI und Fake News oder zur Frage, wie eine ressourcenorientierte Lernbegleitung Kinder- und Jugendmedienschutz-Angebote unterstützt. Über alle Themen und Zeiten der Wahlangebote werden Sie im Rahmen der Fortbildung informiert.